Trotz anfänglicher Befürchtungen, dass es in 2025 aufgrund der frühen Aussaat und günstiger Infektionsbedingungen im Juni sehr früh zu einem Befall mit Cercospora kommt, zeigt sich bisher nur ein moderater Anfangsbefall auf den Monitoring-Standorten (LIZ-Blattkrankheiten-Monitoring). Dies gilt besonders für Flächen mit blattgesunden Sorten.
Um den optimalen Behandlungszeitpunkt zu erreichen, sollten daher alle Flächen kontrolliert werden. Aufgrund der Witterung (regionale Niederschläge, Tau) ist ein Anfangsbefall mit Cercospora wahrscheinlich und eine Fungizidmaßnahme dann notwendig.
Eine mögliche Fungizidstrategie kann folgendermaßen aussehen:
- 1. Propulse (Fluopyram, Prothioconazol) + Kupferpräparat
- 2. Diadem (Fluxapyroxat, Mefentrifluconazol) + Kupferpräparat
- 3. Panorama (Metconazol, Prothioconazol) + Kupferpräparat
Bei der Fungizidstrategie muss zwingend auf einen Wirkstoffwechsel geachtet werden, um Resistenzbildung und Shifting zu vermeiden. Dazu trägt auch der Einsatz von Kupferpräparaten bei (Anwendungsbestimmungen beachten!).
Azoxystrobin-, tetraconazol-, oder difenoconazolhaltige Fungizide wie z.B. Amistar Gold, Domark oder Score weisen bereits stark verminderte Wirkungen aufgrund von Resistenzbildung und Shifting auf. Sie sollten nicht mehr zum Einsatz kommen.

