Der Dammrübenanbau wurde vor einigen Jahren erstmals in Schleswig-Holstein ausprobiert, um auf diese Weise bei den nass-kalten, dicht gelagerten Marschböden Keimung, Aufgang und Jugendentwicklung zu fördern. 2005 wurden dort bereits um die 500 ha Zuckerrüben im Dammanbau mit Ertragsvorteilen bis zu 10% kultiviert. Inzwischen wird auch in anderen Regionen getestet, inwieweit sich dieser deutlich positive Effekt reproduzieren lässt.



Optimal sind Bodenbearbeitung, Dammformung und Rübensaat in einem Arbeitsgang. Nur so ist gewährleistet, dass sich der (noch feuchte) Boden ohne Probleme zu einem stabilen Damm formen lässt. Außerdem muss der Boden für eine gute Dammformung mindestens 12 cm tief bearbeitet werden. Als Bodenbearbeitungsgerät eignet sich z.B. der Kreiselgrubber.
Auch Dammformfräsen aus dem Kartoffelbau können genutzt werden. Hierbei besteht jedoch die Gefahr, dass die Bodenstruktur zu fein wird und dadurch die Dammstabilität verringert wird. Außerdem ist der Leistungsbedarf bei diesem Verfahren sehr hoch.
Die Dammformung ist auch im Mulchsaatverfahren möglich. Der Dammanbau hat bei Mulchsaat Vorteile hinsichtlich des Erosionsschutzes. In den Dammtälern kann das Wasser zwar fließen, die Erosionsgefahr wird jedoch durch das Stroh verringert. Eine Anlage der Dämme quer zum Hang ist nicht möglich.

Dammrüben haben eine schlanke und längere Wurzel. Durch die längere Wurzel mit feinen Nebenwurzeln können Dammrüben Trockenperioden besser überstehen als konventionell bestellte Rüben.
Problem der Fahrgassen ist noch nicht gelöst. Bisher werden meist zwei Reihen überfahren.
Die Stickstoffdüngung sollte vor der Bearbeitung erfolgen. Mit dem Kreiselgrubber wird der Stickstoff in die Dämme eingearbeitet. Bei der Düngung nach der Saat besteht die Gefahr, dass der Dünger in die Dammtäler rollt und von der Pflanze zu spät erreicht wird.
Der Dammabstand (z.B. 45 cm oder 50 cm) sollte der Erntetechnik angepasst sein.