12.04.2018 Überregional

Möglichkeiten der Vorauflaufbehandlung

Rübenherbizide und Glyphosat

Vorauflaufbehandlungen von Zuckerrübenflächen sind zwar in der Regel nicht notwendig, bei einer Problemverunkrautung mit Unkrautarten wie Kamille, Hundspetersilie und Wilder Möhre machen sie aber häufig Sinn. Bei ausreichender Bodenfeuchte ausgeführt wird der Unkrautdruck reduziert und damit die Unkrautbekämpfung bei den Nachauflaufbehandlungen abgesichert.

Vorwiegend werden die Mittel Rebell Ultra/Pyroquin Ultra(gegen Hundspetersilie, Wilde Möhre) und Goltix Gold/GoltixTitan (gegen Kamille/u. Hundspetersilie) eingesetzt. Achtung: Keine Anwendung von Rebell Ultra/Pyroquin Ultra auf Standorten, wo der Chloridazoneinsatz nicht erlaubt ist (Bodenarten S, lS, sU, ssL, lU; tlw. Wasserschutzgebiete). Die genauen Aufwandmengen können mit LIZ-Herbizid kalkuliert werden.

Wurde eine Glyhposatbehandlung vor der Aussaat (Bereinigung Altverunkrautung, nicht abgestorbene Zwischenfrüchte) verpasst, kann dies auch noch nach der Saat (max. 5 Tage – siehe Zulassung) nachgeholt werden. Zwar ist die Wirkung wegen der teilweise durch Erde bedeckten Pflanzen deutlich eingeschränkt, trotzdem sollte diese Notfallmaßnahme bei Bedarf genutzt werden, um unlösbare Probleme im Nachauflauf zu verhindern.


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