01.12.2017 Jülich

Rotfäule – Gewebeschädigung entscheidend!

Einzelschläge betroffen

Im Einzugsgebiet des Werkes Jülich wird in diesem Jahr auf Einzelschlägen ein verstärktes Auftreten von Rotfäule beobachtet. Der Befall wird häufig erst beim Roden sichtbar, da die oberirdischen Symptome sehr begrenzt sind.
Rotfäule wird durch den Pilz Helicobasidium brebissonii (Myzelform Rhizoctonia violacea) verursacht. Die Symptome treten vorwiegend auf der Oberfläche des Rübenkörpers auf. Diese hat dabei eine deutlich rot-violette Färbung (dicke Pilzmatten), was die Rotfäule von anderen Rübenfäulen unterscheidbar macht. Allerdings wird die Färbung erst nach Abwischen/Abwaschen der Rüben sichtbar, denn rotfaule Rüben neigen zu sehr intensiver Erdanhaftung. Zusätzlich ist häufig die Wurzelspitze „weggefault“.

Um die Schädigung der rotfaulen Rüben abschätzen zu können, ist es wichtig, die Rübe zu zerschneiden und die Eindringtiefe in das Rübengewebe zu ermitteln (siehe Bilderkarussell).
Eine Bekämpfung der Rotfäule ist bisher nur durch indirekte bzw. präventive Maßnahmen möglich, zum Beispiel mittels wirksamer Unkrautbekämpfung (Wirtspflanzen), Fruchtfolge (Wirtspflanzen) und Förderung der Bodenstruktur (Gegenspieler). Außerdem spielt für den wärmeliebenden Pilz der Faktor Temperatur eine entscheidende Rolle, auf den wir allerdings keinen Einfluss haben…

 

 


zurück