28.09.2017 Rheinland

Neue Unkräuter auf dem Vormarsch

Heute über die Zukunft meiner Zuckerrübenschläge mitentscheiden
Wilde Malve
Stechapfel
Amarant

Ob Raps, Bingelkraut, Hundspetersilie, Knöterich, Kamille oder andere unliebsame Unkräuter, irgendwas ist immer auf dem Feld zu finden. Der Umfang des Unkrautspektrums entscheidet Maßgeblich über den Aufwand und somit auch die Kosten der Unkrautbekämpfung. Die Zugabe von Debut gehört dabei heute fast schon zum Standard. Deutlich höhere Mengen Goltix und Etho sowie Spectrum, Lontrel oder Graminizide müssen bisher nur auf einem kleinen Anteil der Zuckerrübenflächen eingesetzt werden.

Vor fast 40 Jahren trat die erste wilde Möhre auf unseren Äckern auf, kurze Zeit später die Hundspetersilie. Aufgrund Ihrer übermächtigen Samenbildung wurden diese Verwandten Pflanzen für den Landwirt schnell zum Problem. Erst seit wenigen Jahren ist es möglich die Beiden Unkräuter mit Lontrel oder Spectrum zu bekämpfen, allerdings zu deutlich erhöhten Kosten. Auch neue Unkrautarten wie Spießblättrige Melde, Landwasserknöterich, Vogelknöterich, Storchschnabel oder Hirsearten haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend auf vielen Parzellen etabliert. Minze, Amaranth, Stechapfel oder Samptpappel treten immer häufiger auf den Flächen auf.

Die Besiedelung erfolgt meistens über die Feldränder. Hier findet man gerade jetzt vor der Ernte etliche neue Pflanzen mit einer Vielzahl reifer Samen. Die gute fachliche Praxis gebietet: Jetzt Geld, Zeit und Handarbeit investieren, um die zukünftigen Problemunkräuter noch vor der Rübenernte zu entfernen und in ihrer Verbreitung zu bremsen.  


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