14.07.2017 Überregional

Innovative Unkrautbekämpfung - Teil 3

Feldroboter als flexible und zielgenaue Hilfe
Feldroboter bei der Arbeit. Quelle: Flourish Project
Drohne als Unterstützung. Quelle: Flourish Project

Wer einmal mehrere Tage hintereinander nichts anderes gemacht hat als Unkraut weg zu hacken weiß aus eigener Erfahrung: Manuelle Unkrautbekämpfung hat zwar einen guten Ruf, ist aber vor allem eintönige und harte Arbeit. In diesem Teil der Serie zur innovativen Unkrautbekämpfung stellen wir Ihnen eine mögliche Abhilfe vor.

Teil 3 – Feldroboter als flexible und zielgenaue Hilfe

Entsprechende Arbeiten könnten zukünftig von Feldrobotern übernommen werden. Diese befahren autonom das Feld und sind im Prinzip für viele Aufgaben einsetzbar – von Messungs-/Erfassungsaufgaben über die gezielte Applikationen von Pflanzenschutzmitteln bis hin zur genannten mechanischen Unkrautentfernung/-bekämpfung. Perspektivisch sind dann zukünftig ganze „Schwärme“ von Robotern auf dem Feld denkbar, die sämtliche Pflegeaufgaben übernehmen.

Ein wichtiges Kooperationsforschungsprojekt in diesem Bereich ist das Flourish Project. Hierbei wird ein Roboter eingesetzt (BoniRob), der sich mit sehr unterschiedlichen Anwendungsmodulen ausrüsten lässt, gedanklich vergleichbar mit der Kombination Traktor+Anhängegerät. Anwendungsmodule können zum Beispiel Module zur mechanischen Unkrautbekämpfung oder zur PSM-Applikation sein.

Da der Roboter durchs Feld fährt ist das System insbesondere in Reihenkulturen wie Zuckerrüben vor Reihenschluss anwendbar. Die visuelle Erfassung von Verunkrautung oder Pathogenbefall erfolgt über Flugdrohnen, die die Daten dann an die Feldroboter senden. Diese Arbeitsteilung erhöht vor allem die Flächenleistung und die Einsatzmöglichkeiten des Feldroboters.

Bis solche Systeme im Rübenanbau wirtschaftlich einsetzbar sind wird es zwar noch einige Jahre dauern, ihr Potential können Sie sich aber bereits in Kürze auf der diesjährigen Agritechnica vorführen lassen. Das Projekt wird auf dem Gemeinschaftsstand der DLG unter dem Motto "Zukunft Pflanzenschutz - Verantwortung braucht Ideen" präsentiert.


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