07.07.2017 Überregional

Innovative Unkrautbekämpfung (2)

Drohnen als Luftunterstützung
Flugdrohne im Einsatz; Quelle: IPB Universität Bonn
Schema der Unkrauterkennung; Quelle: IPB Universität Bonn

Die in landwirtschaftlichen Kulturen durchgeführten chemischen Unkrautbekämpfungsmaßnahmen sind in der Regel zwar an den Schlag oder einzelne Streifen, nicht aber ganz spezifisch an kleine Teilbereiche angepasst. Eine Begehung im Vorfeld der Applikation ist gute fachlich Praxis, den Zustand ganzer Schläge vollumfänglich zu erfassen war aber bisher, gerade bei sehr großen Schlägen, nahezu unmöglich. In Zeiten von Big Data und Precision/Smart Farming tun sich neue Möglichkeiten auf, wovon wir eine, an der im „Photogrammetry Lab“ der Universität Bonn geforscht wird, in diesem Teil der Serie zur innovativen Unkrautbekämpfung vorstellen möchten.

Teil 2 - Drohnen als Luftunterstützung

Agrar-Drohnen helfen die Verunkrautung genau zu erfassen und so die Bekämpfung zu verbessern! Dazu überfliegen die Drohnen die Pflanzenbestände und machen hochauflösende Bildaufnahmen. Die entstehenden Bilddaten werden von spezifischer Software ausgewertet und vorhandene Unkräuter auf Basis von Farbe und Form bestimmt. Die Erfassung erfolgt für jeden einzelnen Quadratzentimeter eines Schlages. Entsprechend werden Aussagen über Art, Anzahl und Standort von allen Unkrautpflanzen ermöglicht. Mit den gewonnenen Erkenntnissen und passender Pflanzenschutztechnik kann man anschließende Herbizidanwendungen gezielt an die kleinräumige Situation anpassen, was zu einer Reduktion des Mitteleinsatzes bei erhöhten Wirkungsgraden führt. Langfristig werden sich so Kosten sparen und die Umweltverträglichkeit der Landwirtschaft erhöhen lassen. Gerade bei Reihenkulturen wie der Zuckerrübe bietet sich diese Vorgehensweise an, da hier eine Unterscheidung der Unkräuter von den Kulturpflanzen leichter ist.

 

 


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