29.06.2017 Überregional

Innovative Unkrautbekämpfung (1)

Unkrautbekämpfung mit heißem Öl
Könnte ein Zukunftsthema werden: Unkrautbekämpfung mit heißem Öl

Wenn es um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln geht, folgt die Landwirtschaft erfolgreich der Maxime des integrierten Pflanzenschutzes: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

In diesem Zusammenhang gilt, dass ein Verfahren umso effizienter sein kann, je gezielter es ist. Durch Verbesserungen in der Sensortechnik und bei den verfügbaren Rechenleistungen sind hier große Potentiale entstanden, die teilweise sogar den vollständigen Verzicht auf Pflanzenschutzmittel ermöglichen könnten. Viele renommierte Forschungseinrichtungen arbeiten an derartigen Verbesserungen des Pflanzenschutzes. In einer kleinen Serie werden hier einige Verfahren, die auch im Zuckerrübenanbau wichtig werden können, vorgestellt.

Teil 1 - Unkrautbekämpfung mit heißem Öl

Das Institut für Landtechnik (ILT) der Universität Bonn beschäftigt sich in einem Forschungsprojekt mit der Entwicklung eines alternativen, thermischen Unkrautbekämpfungsverfahrens für den selektiven Einsatz in Reihenkulturen wie z. B. Zuckerrüben. Dabei werden heimische, biologisch abbaubare Pflanzenöle auf bis zu 250 °C erhitzt und gezielt in das Wachstumszentrum von Unkrautpflanzen appliziert. Das Wachstumszentrum wird nachhaltig geschädigt, was in den bisherigen Laborversuchen mit äußerst geringen Aufwandmengen (≤ 0,1 ml Öl/Unkrautpflanze) und Wirkungsgraden von über 90 % nachgewiesen werden konnte, und das unabhängig von der Unkrautart.


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