27.06.2017 Überregional

Nach der Trockenheit kommt der Regen

Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass
Rübenbestand mit Trockenstress: Unterschiede der Bodengüte/-struktur eines Schlages treten deutlich zu Tage

Heute ist Siebenschläfertag – Zeit, auf Wetter und Wasserversorgung zu schauen!

Die vergangenen Wochen waren von trockener und teils sehr heißer Witterung geprägt. Während der Weizen in vielen Regionen Deutschlands deutlich von der Trockenheit gezeichnet ist und eine zu frühe Abreife mit reduzierten Erträgen erwarten lässt, haben Zuckerrüben die Trockenphase mit nur leichten Schäden überstanden.

Die geringen Ertragsauswirkungen bei den Zuckerrüben haben primär zwei Ursachen. Zum einen wurden die Zuckerrüben in einem frühen Vegetationsstadium getroffen, in dem der Wasserbedarf noch nicht sehr hoch ist. Zum anderen weisen Zuckerrüben eine sehr hohe Durchwurzelungstiefe auf (tlw. bis 1,7 m), wobei die am tiefsten liegenden Wurzeln die höchsten Wasseraufnahmeraten zeigen. Wichtig ist nun, dass ab jetzt (nach Reihenschluss) eine ausreichende Wasserversorgung gewährleistet ist, damit hohe Erträge möglich werden. Das Wetter am Siebenschläfertag stimmt diesbezüglich zuversichtlich. Warum?

Zum Siebenschläfertag gibt es diverse Bauernregeln, die im Groben alle das Folgende sagen: Wenn der Siebenschläfertag Regen bringt, werden auch in den Folgewochen (7 Wochen) viele Niederschläge fallen. Oder anders: Der Siebenschläfertag gibt das Wetter der nächsten Wochen vor.

Wie bei den meisten Bauernregeln sollte man sich aber nicht vollständig darauf verlassen…


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