23.06.2017 Überregional

Mehr Kulturschosser oder doch nicht?!

Jeder einzelne Schosser ist einer zu viel

Das Frühjahr 2017 mit Stressfaktoren wie dem aufgetretenen Frost und unmittelbar folgenden Herbizidmaßnahmen hätte eine verstärkte Schossinduktion und damit ein vermehrtes Auftreten von Kulturschossern nach sich ziehen können. Auch die Praxis erwartete lt. LIZ-Umfrage vom 5.-12. Mai ein eher erhöhtes Potential.

Wie ist nun der aktuelle Stand?

Zum jetzigen Zeitpunkt scheint es keine Anzeichen für eine überdurchschnittliche Anzahl von Kulturschossern in den P&L Regionen zu geben.  

Wie ist das zu erklären?

  1. Zum Zeitpunkt der Frostereignisse und ersten Herbizidbehandlungen waren die meisten Rüben in einem für die Schossinduktion wenig empfänglichen Entwicklungsstadium (KB -1.LB).

  2. Nicht Frosttemperaturen im Jugendstadium der Rüben sind für deren späteres Schossen verantwortlich, sondern geringe Tagesdurchschnittstemperaturen zwischen 5 und 12°C im
    4 – 6 Blatt-Stadium.

  3. Genauso wie die Witterung den Schossreiz begünstigt, kann sie diesen auch wieder abbauen, vornehmlich durch Temperaturen über 20°C  und durch eine hohe Lichtintensität.

Wenn auch nicht mehr Kulturschosser als üblich auftreten, ist deren konsequente Entfernung nicht weniger wichtig. Es darf nicht vergessen werden, dass die aus den Kulturschossern entstehenden Unkrautrüben grundsätzlich schossen und damit ein enormes Vermehrungspotential in Zukunft erwächst.

Weitere Infos in der Broschüre           Rübenschosser - den Anfängen wehren 


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