25.04.2017 Rheinland

Herbizidbehandlungen – wie kann es weitergehen?

Erste Unkräuter bereits im Laubblattstadium

Auf vielen Rübenflächen im Rheinland ist die erste Nachauflaufbehandlung noch nicht erfolgt und erste Unkräuter sind bereits im Laubblattstadium. Auf einigen, früh behandelten Flächen steht dagegen schon die zweite Maßnahme an.

Die Witterung der letzten Wochen mit Nachtfrösten bis zu -4°C und die anhaltenden kühlen Nächte, sowie der teils starke Wind ließen bisher kaum Spritzfenster zu. In den nächsten Tagen werden sich aber sicher Möglichkeiten ergeben, die genutzt werden sollten.

Dort wo die Rüben den Frost gut weggesteckt haben (in den allermeisten Fällen), sollten die Behandlungen jetzt zügig fortgeführt werden, um die Unkrautpopulation sicher zu kontrollieren. Die Mengen sind dabei an die Unkrautsituation anzupassen, eine Reduktion aufgrund des Frostes ist jetzt nicht mehr erforderlich. Bei Unkräutern im Laubblatt (Raps, Kamille, Knöteriche, etc.) gehört auch Debut in die Mischung.

Flächen, auf denen die Rüben noch sichtbar unter der Frosteinwirkung leiden (leichte Standorte v.a. im Münsterland) sind etwas vorsichtiger anzupacken, jedoch kann man auch hier nicht mehr lange abwarten. Eine gut verträgliche Maßnahme sollte möglichst noch in dieser Woche gefahren werden. Mit einer zügigen Nachbehandlung nach 5-8 Tagen können dann die größeren Unkräuter bekämpft werden.

Trotz der vielerorts trockenen Bodenverhältnisse sollten die Bodenherbizide nicht stark runtergefahren werden. Metamitron hat auch eine Blattwirkung und wird hauptsächlich durch UV-Strahlung abgebaut, so dass trotz längerer Trockenperioden und starker Bewölkung noch mit einer Wirkung zu rechnen ist.

Nutzen Sie wie immer die regionalen Berater in den Werken sowie das LIZ-Herbizid für eine umfassende Herbizidberatung.


zurück