21.04.2017 Überregional

Frostschäden richtig einschätzen

Überlebenschancen anhand von Bildern ermitteln

Von Mittwoch auf Donnerstag kam es flächendeckend zu starken Nachtfrösten. Die Oberflächentemperatur der Böden fiel teilweise auf unter -5°C.  Zwar waren die Böden durch die Niederschläge des vergangenen Wochenendes „vorbereitet“ (weniger anfällig für das Einströmen von Kaltluft; bessere Wärmespeicherung durch erhöhten Wassergehalt), auf Einzelschlägen können die niedrigen Temperaturen aber zu Schädigungen der jungen Rüben geführt haben.

Die Gefahr von Schädigungen ist stark abhängig von der Entwicklung der Pflanzen. Früh gesäte Bestände, in denen die Keimlinge schon voll aufgelaufen und die Keimblätter bereits ausgebildet sind, sind robust gegenüber Frost. Kritischer ist die Situation bei noch nicht oder erst wenige Tage aufgelaufenen Keimlingen. Am anfälligsten für Frostschädigungen ist das Hakenstadium.

Ob aber wirklich Schäden entstanden sind kann man meist erst nach 2 – 3 Tagen abschließend bewerten. Die genaue Ermittlung des Schädigungsgrades ist wichtig um die richtigen Schritte zur Minimierung des wirtschaftlichen Schadens einzuleiten, denn manche Rüben mit visuell starker Schädigung haben trotzdem sehr gute Überlebenschancen.

Unser Bilderkarussell zeigt Rüben mit unterschiedlichem Schädigungsgrad und zugehörigen Überlebenschancen. Hiermit können Sie Ihre Rüben vergleichend bewerten.

Generell müssen zur Beurteilung vor allem die Keimblätter, das Hypokotyl und der Vegetationspunkt herangezogen werden. Bei kritischen Beständen müssen Zählstrecken angelegt und die zu erwartende Bestandesdichte ermittelt werden. Sollten die zu erwartenden Bestandesdichten im kritischen Bereich (unter 40.000 Pflanzen / ha) liegen, kontaktieren Sie bitte unbedingt Ihren Anbauberater bevor Sie eine Entscheidung über das weitere Vorgehen treffen.

 

 


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