19.04.2017 P&L Rheinland

Herbizide erhöhen Frostempfindlichkeit

Behandlungen genau prüfen

Die angekündigten und teilweise schon eingetretenen Nachtfröste zusammen mit einer anstehenden Herbizidanwendung können die jungen Rübenpflanzen sehr stressen bzw. im Extrem sogar zu Pflanzenverlusten führen. Zwar mildern die regional gefallenen Niederschläge in Form eines Wärmepuffers die Wirkung des Frostes am Boden etwas ab, dennoch bleiben die kommenden Nächte kritisch.

Aktuell schwanken die Vorhersagen – für den April typisch – sehr stark, weshalb auch eine pauschale Empfehlung zum Herbizideinsatz sehr schwierig ist.

Grundsätzlich ist es jedoch so, dass Herbizide die Frostempfindlichkeit der jungen Rüben erhöhen und somit auf einen Einsatz unmittelbar vor Frostgefahr verzichtet werden sollte.

Einige Flächen sind allerdings schon jetzt behandlungswürdig, da der Raps, der Vogelknöterich oder der Gänsefuß schon aus dem optimalen Behandlungsstadium (Keimblatt) herauswachsen. Hier muss dann nach den Frösten (evtl. ab Freitag) zeitnah gehandelt werden. Möglich wäre dann eine relativ verträgliche „Stoppspritzung“ und eine kurzfristige (3-5Tage) Anschlussspritzung. Auch der Einsatz von Debut sollte bei diesen Unkräutern im Laubblatt eingeplant werden.

Bei leicht bekämpfbaren Unkräutern im Keimblatt können die Herbizidmaßnahmen allerdings bis zum Wochenende geschoben werden, da auch die Unkräuter bei den Temperaturen keine Wachstumssprünge machen.

Gerade unter den aktuellen Bedingungen empfiehlt es sich jede Herbizidmischung mit LIZ-Herbizid genau zu ermitteln.


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