24.03.2017 Appeldorn

Organische Dünger genau platzieren

Der Einsatz organischer Dünger zur Zuckerrübe wird immer beliebter, einzig die bodenschonende Ausbringung im Frühjahr bleibt ein nicht zu unterschätzendes Hemmnis.

Der Phosphor- und Kalibedarf der Zuckerrübe kann durch die 100%ige Anrechnung dieser Nährstoffe aus den organischen Düngern größtenteils gedeckt werden. Eine genaue Kalkulation sollte mit dem Program DungPro erfolgen. (geändert am 29.03.2017)

Der Stickstoff aus den organischen Düngern ist teilweise noch in organischer Substanz gebunden und wird erst später, im Laufe der Vegetation, freigesetzt. Trotzdem kann die Rübe auch diesen organisch gebunden Stickstoff sowie Stickstoff aus Pflanzenresten (z.B. Zwischenfrüchte) durch ihre lange Vegetationszeit ausnutzen.

Die Gesamtausnutzung des organisch gedüngten Stickstoffs im Anwendungsjahr schwankt je nach organischem Dünger zwischen 5 % (Kompost) und 70 % (Schweinegülle). Eine genaue Bilanzierung bietet das Programm LIZ-Npro.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass nicht der komplette N-Bedarf organisch gedüngt werden sollte. Um Umsetzungsschwankungen auszugleichen hat sich eine mineralische Startgabe von 30-50 kg N/ha bewährt.

Der Einsatz von Nitrifikationshemmern in der Gülle ist grundsätzlich richtig und wichtig, bei einer Ausbringung kurz vor der Rübensaat allerdings nicht notwendig. Die Rübe hat relativ früh einen hohen Stickstoffbedarf und kann den freigesetzten Nitratstickstoff deshalb auch aufnehmen.


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