24.03.2017 Überregional

Hohe Zuckererträge auch mit neuer Düngeverordnung möglich

N-Versorgung der Rübe sichergestellt

Der aktuelle Entwurf der neuen Düngeverordnung (DüV, Stand 15.02.2017) sieht vor, dass in Zukunft jeder Landwirt eine Düngebedarfsermittlung für Stickstoff und Phosphat durchführen muss. Für Stickstoff ist genau geregelt welche Faktoren wie berücksichtigt werden müssen. Grundlage der Düngebedarfsermittlung ist der Nährstoffbedarf der Kultur bei einem bestimmten Ertragsniveau. Bei der Zuckerrübe wird ein Stickstoffbedarfswert von 170 kg/ha bei einem Ertrag von 650 dt/ha unterstellt. Der Bedarfswert entspricht dem heutigen N-Sollwert, der je nach Bundesland  bei 140 -180 kg/ha liegt. Der Bedarfswert von 170 kg/ha muss unter Berücksichtigung 

  • des dreijährigen Durchschnittsertrages (+ bzw. -100 dt/ha = + 10 bzw. - 15 kg N/ha), 
  • des N-min Wertes (eigene Werte oder veröffentlichte Richtwerte)
  • des Humusgehaltes (nur bei > 4 % = - 20 kg N/ha)
  • der N-Nachlieferung aus der Vorfrucht
  • der N-Nachlieferung aus der Zwischenfrucht
  • der N-Nachlieferung aus der org. Düngung des Kalendervorjahres (10 % vom Gesamt-N)

angepasst werden. Der so ermittelte N-Düngebedarf stellt eine standortspezifische N-Obergrenze dar, die verbindlich ist.

In der Tabelle ist beispielhaft eine N-Düngebedarfsermittlung nach den Regeln der alten (Sollwertmethode LWK NRW) und der neuen DüV dargestellt. Es wird deutlich, dass bei den angegebenen Erträgen die N-Versorgung der Zuckerrübe nach den neuen Regeln sichergestellt ist. Das ist bei Weizen und insbesondere bei Raps nicht zwingend der Fall.


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