15.03.2017 Könnern

Es kribbelt schon zwischen den Fingern?

Auch wenn die Bodenfeuchtekarte des Deutschen Wetterdienstes Sachsen-Anhalt als die aktuell trockenste Region in Deutschland ausweist, sollte noch Ruhe bewahrt werden. Der Boden ist an der Oberfläche zwar zum Teil schon ergraut, in Bearbeitungstiefe aber oft noch feucht. Eine Bodenbearbeitung führt dann zu Verdichtungen und damit zu Strukturschäden und Auflauferschwernisse der Zuckerrüben. Außerdem liegt die Bodentemperatur meist noch unter 6 °C, sodass die Keimung relativ langsam verläuft. Es gilt Ruhe zu bewahren, auch wenn der Nachbar schon loslegt. Eine Hilfe für den richtigen Zeitpunkt ist die Hand- bzw. Spatenprobe. Solange sich der Boden kneten lässt, ist es noch zu feucht.

Wenn es dann losgeht: Welche Aussaattiefe ist die richtige? Dies ist abhängig von der Bearbeitungstiefe und der Rückverfestigung: Bei flacher Bodenbearbeitung ca. 2 cm und bei tieferer  bis 3,5 cm Ablagetiefe. Bei einer Ablagetiefe um die 1 cm ist ein gleichmäßiges Auflaufen von anschließenden Niederschlägen abhängig und nicht empfehlenswert. Die Zuckerrübenpille sollte angedrückt und mit lockerer Erde und Mulch bedeckt werden. So ist ein sicherer und gleichmäßiger Feldaufgang garantiert.


zurück