13.03.2017 Überregional

Den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat finden

Die alljährliche Herausforderung

Offensichtlich sehen Rübenanbauer in einer frühen Saat mehr Risiken als Chancen. Dies zeigt jedenfalls die LIZ-Umfrage Anfang März. Nun kann man ab Mitte März kaum mehr von einer ausgesprochenen Frühsaat reden. Die Niederschläge der vergangenen Woche haben extreme Frühsaaten 2017 verhindert.

Dennoch stellt sich die Frage des richtigen Saat-Zeitpunktes. Der wichtigste Aspekt ist und bleibt die Bodenfeuchte. Ein zu feuchtes Bearbeiten und Säen wird zwar das Auflaufen der Rüben möglicherweise nicht beeinträchtigen, aber wohl ihre spätere Entwicklung. Der zweitwichtigste Aspekt ist der Niederschlag nach der Saat. Hat der Boden nach der Saat nicht ausreichend Zeit zum Abtrocknen und Stabilisieren, so ist der Auflauf der Rüben durch Verschlämmung und Verkrustung stark gefährdet.  Daraus ergibt sich die Empfehlung: Nicht zu früh nach und nicht zu spät vor Niederschlägen. Die Empfehlung ist einfach, ihre Umsetzung oft eine große Herausforderung.   

Ein weiterer Aspekt sind die Temperaturen nach der Saat. Je kühler, desto später und langsamer die Keimung mit der Konsequenz einer stärkeren Gefährdung durch Schädlinge aller Art (Pilze, Insekten, Springmäuse). Schossfördernde Temperaturen (5 - 12 °C) im 4 – 6 Blatt-Stadium der Rüben sind zwar Anfang April häufiger zu erwarten als im Mai, können aber sehr wohl auch bei späteren Saatterminen noch auftreten. Ähnliches gilt auch für mögliche Frostschäden.


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