22.02.2017 Überregional

Kali-Düngung im Frühjahr

Vorsicht bei hohen Mengen

Die Zuckerrübe braucht viel Kalium und dankt es mit weniger Trockenstress und hohem Zuckergehalt. Bei einem Rübenertrag von 75 t werden ca. 200 kg K2O/ha entzogen, die bei mittlerer Nährstoffversorgung des Bodens (C) auch gedüngt werden sollten (s. LIZ Dungpro). Auch eine Fruchtfolgedüngung kann sehr gut vor Rüben (im Herbst) erfolgen, da das aufgenommene Kalium über das Rübenblatt an die Folgefrucht weitergegeben wird.

Vorsicht ist allerdings geboten bei der Kalidüngung im Frühjahr kurz vor Saat der Zuckerrüben. Kalium erhöht wie mineralischer Stickstoff die Salzkonzentration im Boden, was zu Auflaufschäden führen kann. Je höher die mineralische N-Düngung, je leichter der Boden, je kürzer vor der Saat, je weniger Niederschlag und je flacher die anschließende Bodenbearbeitung, desto größer die Gefahr. Deshalb sollte die Kali-Düngung vor der Saat auf 80 bis 120 kg K2O/ha (leichter – schwerer Boden) begrenzt werden. Die Restmenge kann ab 6-Blatt-Stadium der Rübe (bei trockenem Blatt) gedüngt werden.   

Wie viel Kali ihre Berufskollegen zur Zuckerrübe düngen zeigt das Ergebnis der LIZ Umfrage

Zu LIZ Dungpro


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