08.02.2017 Überregional

Glyphosateinsatz vor Zuckerrüben

Die wichtigsten Regeln
Zwischenfurchtbestand mit Altverunkrautung

 

Wenn Zwischenfrüchte nicht vollständig abgestorben sind oder umfangreiche Altverunkrautung (z.B. Kamille) vorliegt, ist Glyphosat sicherer als mechanische Maßnahmen. Dabei Folgendes beachten:

  • Tagestemperaturen über 5°C und Nachttemperaturen nicht unter -2°C,
    idealerweise bei Pflanzenwachstum
  • hohe Wirkstoffkonzentration in der Spritzbrühe (ca. 150 l Wasser /ha)
  • gute Benetzung (feine Tropfen);  nicht auf tropfnassen Pflanzen
  • ausreichend Zeit bis zur nachfolgenden Bodenbearbeitung:
    • bei einjährigen Unkräutern/Gräsern mindestens 2 Tage
    • bei Wurzelunkräutern/Quecke mindestens 7 – 10 Tage
  • Behandlungen bis 5 Tage nach der ZR-Saat bei bestimmten Formulierungen zugelassen, aber Risiko bei kritischen Behandlungsbedingungen
  • bei hartem Wasser verbessert SSA-Zusatz (2-5 kg/100 l, je nach Wasserhärte) vor Glyphosat-Zugabe die Wirkung bei allen Glyphosaten erheblich
  • Kyleo (Glyphosat + 2,4-D) gegen Problemunkräuter wie Ackerwinde und Schachtelhalm, aber mindestens 28 Tage vor Rübensaat*
  • Häckseln von Zwischenfrüchten und organische Düngung wenn möglich nach Glyphosatbehandlung (Wirkstoffaufnahme sonst eingeschränkt)
  • Einsatz in AHL zwar möglich, aber mit Wirkungsverlusten

Liste Totalherbizide.

 *Ergänzung vom 13.02.2017:

Laut Firma Nufarm sind nach 28 Tagen keine Schädigungen der Zuckerrüben mehr zu erwarten. Kyleo hat allerdings keine Zulassung im Vorsaatbereich bei Zuckerrüben.


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