29.12.2016 Überregional

Wieder ein gutes Rübenjahr

Trotz Überflutung und Hitzestress
Gute Aussichten für 2017

Das Jahr 2016 gehört für die meisten Anbauer wieder zu den guten Rübenjahren. Es ist durch einige Besonderheiten geprägt, die erfreulich waren, aber auch durch einige, die zumindest zwischenzeitlich Sorge bereiteten: 

  • relativ milder Winter -> teilweise nicht abgestorbene Zwischenfrüchte (Westen)
  • normaler Saattermin im Norden, verspäteter im Westen (Bodenfeuchte)
  • so gut wie keine Neusaaten
  • langsame Jugendentwicklung (Kälte)
  • weniger Schosser als befürchtet
  • relativ problemlose Unkrautkontrolle
  • extreme Nässe im Westen (bis 300 mm im Juni) mit örtlich starker Schädigung der Rüben
  • sehr starker Gürtelschorf (allerdings im Spätsommer rechtzeitig gestoppt)
  • regional früher Cercosporabefall, im Westen mit verhaltener, im nördlichen Niedersachsen mit starker Entwicklung
  • kaum Probleme mit Insekten (Läuse, Gammaeule …)
  • schöner Spätsommer (Mitte August bis Mitte September) mit hohen Temperaturen und Trockenheit
  • sehr hohe Zuckergehalte zum frühen Kampagnebeginn
  • extrem trockene Böden erschweren die Rodung bis Mitte Oktober
  • sehr starke späte Cercospora-Entwicklung Ende September
  • wenig Rübenfäulen
  • nach Niederschlägen Ende Oktober Ertragszuwachs bei fallenden Zuckergehalten
  • sehr gute Zuckererträge, allerdings mit starken Schwankungen in den Regionen und in den Betrieben
  • frühe Kampagneenden (außer Suiker Unie) aufgrund reduzierter Anbauflächen

Das Anbaujahr 2016 ist aber auch gekennzeichnet durch den Übergang von der alten Zuckermarktordnung zu einem mehr marktorientierten Vertragsanbau. In allen Anbauregionen wurden für die Zeit ab 2017 neue Vertragsmodelle entwickelt, die gute Chancen für einen weiterhin erfolgreichen Zuckerrübenanbau in unseren Regionen bieten.  

Wir wünschen allen Rübenfreunden erholsame Tage zum Jahreswechsel und alles Gute für 2017!

Das Team der LIZ-Koordinationsstelle


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