21.10.2016 Überregional

Zwischenfrucht walzen statt schlegeln

Was ist zu beachten

Oft werden Zwischenfruchtbestände im Herbst geschlegelt, um eine Samenreife zu verhindern oder um ein sicheres Absterben über Winter zu gewährleisten. In diesen Fällen kann das Walzen einer Zwischenfrucht eine preiswerte Alternative zum Schlegeln darstellen:

  • Möglichst unmittelbar vor Frost durchgeführt, dringt dieser besser in die geschädigten Pflanzen ein und sichert das Absterben z. B. von Ölrettich auch bei geringen Frostgraden.
  • Bei Blüte durchgeführt, wird die Samenreife unterbunden.
  • Im Vergleich zum Schlegeln bleibt die Biomasse länger erhalten, was dazu führt, dass der Boden besser und länger vor Verschlämmung und Erosion geschützt ist, die Nährstoffe später freigesetzt und weniger verlagert werden. 

Das Walzen ist auch vor dem 15. Februar zur Verhinderung der Samenreife auf Greeningflächen zulässig. Vorsicht ist allerdings bei Messerwalzen geboten, die ja leicht in den Boden eingreifen. Hier gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Akzeptanz.

Wenn gewalzt wird, dann sollte es nicht zu spät erfolgen, damit sich die Biomasse bis zur Bestellung im Frühjahr ausreichend zersetzen kann. Ein nachträgliches Schlegeln zur Zerkleinerung ist nicht möglich, lediglich der Einsatz einer Kurzscheibenegge mit diesbezüglich begrenzter Wirkung. Angesichts möglicher hoher Geschwindigkeiten und großer Arbeitsbreiten beim Walzen ist auf Tiere im Zwischenfruchtbestand verstärkt zu achten.

Zum Video "Mechanische Zwischenfruchtbehandlung"


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