21.10.2016 Rheinland

Blatt und Unkraut erschweren die Rübenverarbeitung

Extreme Trockenheit behindert die Ernte auf dem Feld und in der Fabrik
Fuhre mit Blatt u. Unkraut in Jülich
Blatthaufen in Appeldorn
Harfe verstopft in Euskirchen

Es ist das schlaffende Blatt, das in den Rheinischen Zuckerfabriken zu unüblichen Problemen bei der Rübenverarbeitung führt. Von den Köpfern kaum erfasst (besonders bei geringer Scheitelhöhe der Rüben) und den Siebsternen nur ungenügend abgeschieden, gelangt das Blatt und auch Unkraut in die Rübenmiete.

Zwar wird diese Blatt- und Grün-Matte durch die Arbeit der Lademaus reduziert aber trotzdem erreicht ein nicht unerheblicher Teil die Fabrik und führt dort immer wieder zu Unterbrechungen und Verzögerungen der Rübenverarbeitung.

Minimierung des Blatt- und Unkrautanteils ist das Ziel.

Möglichkeiten beim Roden:

  • Bei extremer Verunkrautung hilft die Vorausfahrt eines Schlegelhäckslers vor dem Roder.
  • Roder mit “Entblatter“ kommen besser mit Blatt und Unkraut klar.
  • Wenn technisch möglich sollte das Blatt über den Seitenauswurf abgelegt werden.
  • 2 – reihige Roder sind merkbar im Nachteil (weniger intensive Reinigung)
  • Insgesamt sollten die Reinigungssysteme am Roder “intensiv“ eingestellt sein.
  • Ein flacher und enger Lauf der Rodeschare verhindert die Mitnahme von Unkraut.

Möglichkeiten beim Reinigen, beim Laden und beim Transport:

  • Intensiv Abreinigen, langsame Verladung und die Intensität der Zwickwalzen erhöhen.
  • Bei viel Unkraut in der Miete zusätzlichen Reinigungsgang durchführen (Umsetzen)
  • Eine längere Lagerdauer (6 statt 3 Tage) fördert die Blattrotte (besseres absondern)

Falls trotz dieser Maßnahmen die Ladung viel Blatt und Unkraut enthält dieses bitte an der Eingangswaage melden. Bei Entladung auf der Platte statt an der Spritze können Blatt und Unkraut verdünnt werden.

Dies sind aufwendige Maßnahmen, die aber je nach Besatz für die Verarbeitbarkeit Ihrer Zuckerrüben unumgänglich sind.


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