22.09.2016 Überregional

Entgleitet uns Cercospora?

Ein später starker Befallsanstieg wie noch nie

2016 gab es einen späten starken Cercospora-Befallsanstieg, wie wir ihn bisher noch nicht erlebt haben (s. Abb 1). Anfang September steigt die durchschnittliche Befallshäufigkeit aller Monitoring-Flächen auf 50%, obwohl die Behandlungsintensität die bisher höchste war: 80% der Flächen wurden mit Fungiziden behandelt, 30% der Flächen sogar zweimal (s. Abb 2). Was sind die Ursachen?

Natürlich haben die sommerlichen Temperaturen Mitte bis Ende August in Kombination mit starker Taubildung die späte Cercospora-Entwicklung ungewöhnlich stark gefördert. Wichtiger ist allerdings der Termin der Erstbehandlung (s. Abb 3). Gelingt es, den Infektionsbeginn zu treffen, so ist auch die weitere Befallsentwicklung, deutlich besser zu kontrollieren. Für hin und wieder geäußerte Vermutungen zu Fungizid-Resistenzen gibt es in der LIZ-Region bisher zum Glück noch keine Anhaltspunkte.

Zum LIZ-Blattkrankheiten-Monitoring

Abb. 1: Cercospora Entwicklung
Abb. 2: Fungizidanwendungen
Abb. 3: Einfluß des Behandlungszeitpunktes

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