22.07.2016 Überregional

Welchen Schaden bringt der Gürtelschorf?

Gefährlich sind vor allem Sekundärinfektionen

Regional und vorrangig dort, wo es übermäßig viel geregnet hat, tritt in diesem Jahr verstärkt Befall mit Aphanomyces, dem Erreger des Gürtelschorfs, auf. Der Grund dieser Infektion liegt schon einige Wochen zurück und wurde neben den wochenlang anhaltenden Niederschlägen auch durch die fehlende Frostgare im Frühjahr begünstigt.

Man sieht die Schadbilder meist erst beim Begehen der Schläge. Während die Pflanzen oberirdisch meist völlig gesund erscheinen, ist der Rübenkörper unterhalb der Bodenoberfläche schorfig, borkenartig rau und dunkel verfärbt. In den meisten Fällen finden sich oberflächig schorfige Stellen, die nach kurzer Zeit verkorken (s. Foto links) und keinen Einfluss auf die weitere Entwicklung und den Zuwachs haben sowie zur Ernte kaum mehr sichtbar sein werden. Weiter entwickelte Stadien zeigen allerdings gürtelartige Einschnürungen, die im extrem so tief im Rübengewebe sitzen können, dass bereits bei leichter Berührung (Fußtritt) die Rübe abbrechen kann (s. Foto rechts).

In der Regel kommt es zu größeren Schäden erst bei starkem Befall durch das Abbrechen des Rübenkörpers und bei entsprechend feuchter Wetterlage auch zu Fäulnis durch Sekundärinfektionen. Einzige Gegenmaßnahme bei Starkbefall oder Fäulnis: Frühes Roden und Verarbeiten.

Der geringere Schaden: schorfige Oberfläche, tiefe Längsrisse
Problematisch: wulstartige Wucherungen, deutliche Einschnürungen

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