14.07.2016 Überregional

Schosser 2016

Mehr als üblich?

Eine Umfrage unter den LIZ-Beratern aus den verschiedenen Rübenanbaugebieten ergab, dass momentan ähnlich viele Kulturschosser zu finden sind, wie in den letzten Jahren. In den Anbauregionen Uelzen, Schladen, Klein-Wanzleben und Schleswig-Holstein treten sogar weniger Schosser auf als in den Vorjahren. Vereinzelt lässt sich feststellen, dass später gesäte Rüben (Mitte April) mehr Kulturschosser aufweisen als früh gesäte Rüben (Mitte März). Dies zeigt, dass ein früher Saattermin nicht automatisch auch zu einem erhöhten Schosseraufkommen führen muss.

Entscheidend für die Schossinduktion sind Temperaturen zwischen 5 – 12 °C vom Auflaufen bis zum 8-Blatt-Stadium der Rübe (besonders empfindlich: 4-6-Blatt-Stadium) sowie die individuelle Schossneigung der Sorte. Diese Schossinduktion kann aber auch wieder durch nachfolgende Temperaturen über 20 °C abgebaut werden (Devernalisation).

Damit auch in Zukunft ein problemloser Rübenanbau möglich ist, sollte in den nächsten Tagen eine Schosserbeseitigung durchgeführt werden, denn je später die Schosser gezogen werden, desto größer ist die Gefahr, dass die Samen reif werden und somit der ganze Schosser vom Feld getragen werden muss. Erfolgt die Bereinigung zeitnah, so reicht ein Herausziehen und Abknicken des Blütenstandes. Weitere Informationen über Schosser sowie deren Bekämpfungsmöglichkeiten können Sie der Broschüre „Rübenschosser – den Anfängen wehren“ entnehmen.

Wie schätzen Sie auf Ihren Flächen das Schosseraufkommen ein?


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