24.06.2016 Überregional

Was tun bei "überwässerten" Böden?

Stickstoff, Spurenelemente, Bodenlockerung?

Regional kam es in den vergangenen Wochen zu enormen Niederschlagsmengen und entsprechend Wasser übersättigten Böden. In Folge ist die Rübenentwicklung deutlich verlangsamt bis stillstehend und teilweise sterben Rüben sogar ab. Die weniger geschädigten Pflanzen zeigen eine ungewöhnlich steile Blattstellung und aufgehellte Blätter. Grundsätzlich ist zu beobachten, dass der Grad der Schädigung von der Dauer der Überschwemmung abhängig ist, je länger desto schlimmer.

Die Kollegen des niederländischen Instituts (IRS) berichten über vergleichbare Bedingungen und ob durch bestimmte Maßnahmen etwas Sinnvolles getan werden kann.

•  Zusätzliche Stickstoff-Düngung: Erfahrungen aus dem Jahr 2014 zeigen, dass bei einer Stickstoffgabe im Juni, die nach starken Regenfällen Ende Mai erfolgte, der Ertrag gesteigert werden konnte, dieser positive Effekt jedoch durch einen geringen Zuckergehalt wieder ausgeglichen wurde.

•  Einsatz von Spurenelementen: Im Boden sind in der Regel ausreichend Nährstoffe vorhanden, die aber möglicherweise tiefer verlagert wurden. Die Rübe ist aber durch ihr ausgeprägtes
tiefreichendes Wurzelsystem (Feinwurzeln) in der Lage, auch aus tieferen Schichten ausreichend Nährstoffe aufzunehmen.

  Bodenlockerung durch Hacken: Der Einsatz einer Hacke um den Luftaustausch im Boden zu fördern und zeitgleich das Wachstum anzuregen wurde in unterschiedlichen Versuchen nach starkem Regen oder Hagel überprüft. Ergebnis: Das Wachstum der Rüben konnte nicht verbessert werden.

Kurzfristig kann also nichts Sinnvolles getan werden. Langfristig gesehen sollte auf gefährdeten Parzellen der Wasserablauf (Drainagen, Wassergräben etc.) verbessert werden.


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