24.06.2016 Überregional

Sparen Sie sich das Additiv!

Untersuchungen bringen neue Erkenntnisse

Flüssige Bordünger heben den pH-Wert des Spritzwassers stark an, wodurch ein Wirkstoffabbau von zusätzlichen Pflanzenschutzmitteln (Herbizide, Fungizide, Insektizide) nach mehreren Stunden (z.B. nach Spritzunterbrechung) nicht ausgeschlossen werden kann. Vor diesem Hintergrund hat LIZ in einem Laborversuch die Wirkung von vier gängigen Additiven (Kantor, pH Fix 5, X-Change, Zitronensäure) auf den pH-Wert des Spritzwassers, ohne und mit Borzugabe, überprüft.

Hier die Ergebnisse:

Bei reinem Leitungswasser (pH = 7,65; 200 l/ha) senkten die klassischen Wasserkonditionierer pH Fix 5, X-Change und Zitronensäure den pH-Wert schon mit 60 % der Standard-Aufwandmenge in einen optimalen pH-Bereich (4-6) ab. Das Produkt Kantor erbrachte nur eine minimale pH-Absenkung (Abb. 1).
Wurde flüssiges Bor (450 g/ha Borethanolamin, Anm.04.07.: verwendetes Bor-Produkt = Supremo L Bor 1100) in das Wasser eingemischt, so stieg der pH-Wert von 7,65 auf 8,82. Nach der Borzugabe war keines der vier getesteten Additive in der Lage den pH-Wert ausreichend zu regulieren, selbst dann nicht, wenn die 10-fache Aufwandmenge eingesetzt wurde (Abb. 2, 10-fache AWM nicht dargestellt). Anm. 04.07.: Daher kann aus Kostengründen bei einer Mischung aus flüssigem Bor (Supremo L Bor 1100) und Pflanzenschutzmittel auf die Zugabe der genannten Additive verzichtet werden, die keine ausreichende pH-Wert-Absenkung erzielen.

Grundsätzlich gilt: Die Mischung umgehend ausbringen, um einem möglichen Wirkstoffabbau vorzubeugen. 

Abb. 1: Einfluss verschiedener Additive auf den pH-Wert des Spritzwassers ohne Borzugabe.
Abb. 2: Einfluss verschiedener Additive auf den pH-Wert des Spritzwassers mit Borzugabe.

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