10.06.2016 Euskirchen

Selten, aber es kommt vor...

Früher Befall mit Heterodera schachtii

Vereinzelt kann man jetzt bei abtrocknenden Böden und Sonneneinstrahlung meist nesterweise schlaffende Rüben beobachten. Sind Flächen betroffen, auf denen Sorten ohne Nematodentoleranz angebaut werden, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um eine frühen Befall mit dem Rübenzystennematoden (Heterodera schachtii) handelt.
Neben dem Schlaffen der Blätter zeigen die Rüben eine verstärkte Seitenwurzelbildung, der bis zu einem "Wurzelbart" reichen kann.

Zu einer starken Vermehrung von H. schachtii kommt es durch

  • enge Rübenfruchtfolgen ohne resistente Zwischenfrüchte und gleichzeitigem Anbau von Normalsorten
  • Anbau weiterer Wirtspflanzen - bes. Raps - in der Fruchtfolge

Beim Rapsanbau führt insbesonders der Ausfallraps zu einer Vermehrung des Nematoden. Diese kann durch eine rechtzeitige Bekämpfung des Ausfallrapses verhindert werden.
Ertragsverlusten durch den Rübenzystennematoden kann durch den Anbau einer toleranten Zuckerrübensorte und auch durch den Einsatz resistenter Zwischenfrüchte (abh. von der Fruchtfolge) vorgebeugt werden.


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