08.06.2016 Überregional

Neue Mindestabstände bei der Pflanzenschutzmittel-Ausbringung

Schutz von Anwohnern und Umstehenden

Ab sofort müssen neue Mindestabstände bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zum Schutz von Umstehenden und Anwohnern eingehalten werden. Das BVL hat diese Mindestabstände bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln vergrößert. Die Mindestabstände betragen bei

 

  • Flächenkulturen (z.B. Zuckerrüben...)       2m (bisher 1m) und bei
  • Raumkulturen     (z.B. Obstgehölze...)       5m (bisher 3 m).

Die genannten Mindestabstände gelten zu Flächen, auf denen sich Personen regelmäßig aufhalten. Dies sind Grundstücke mit Wohnbebauung, Grünanlagen, Parks, Spielplätze, privat genutzte Gärten usw., aber auch Wege, auf denen sich Spaziergänger aufhalten. Bezüglich der Wege geht man davon aus, dass der Abstand nicht grundsätzlich einzuhalten ist, sondern nur für die Dauer der Begehung. In diesem Fall ist es ohnehin besser, die Behandlung entlang des Weges erst vorzunehmen, wenn der Weg nicht begangen wird.

Natürlich stellt sich die Frage, wie man den 2 m breiten, unbehandelten Randstreifen z. B. auf einem Rübenschlag sinnvoll nutzt:

  •  Kultur ohne Herbizide? – kaum denkbar!
  •  Kultur mit mechanischer Unkrautkontrolle? – viel zu teuer!
  •  Nutzung als Greeningfläche? - vielleicht die beste Lösung!

Über Ihre Fragen und Anregungen freut sich:
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