30.05.2016 Euskirchen

Bordüngung einplanen!

hohe Erträge = hoher Borbedarf

Nicht nur auf potenziellen Bor-Mangelstandorten sollte ab Reihenschluss eine Blattdüngung mit Bor erfolgen. Mittlerweile zeigen auch vermehrt Hochertragsstandorte aufgrund stetig steigender Erträge erste Anzeichen von Bormangel:

  • Risse an Blättern und Blattstielen (perlschnurartig)
  • schwarze Herzblätter
  • Gelbfärbung der älteren Blätter
  • Fäulnis in der Mitte des Rübenkopfes

Durch eine Bordüngung von 500 – 600 g/ha kann der Herz- und Trockenfäule, die durch Bormangel ausgelöst wird, vorgebeugt werden. Ertrags- und Qualitätsverluste durch faule Rüben werden so weitestgehend vermieden.

Eine Mangelsituation kann entstehen bei

  • geringer Verfügbarkeit aufgrund von Trockenheit
  • Festlegung durch hohen pH-Wert
  • geringen Bodenvorräten (Versorgungsstufe A, B)
  • hohen Erträgen

Da ca. 2/3 des Bors in der Jugendentwicklung der Rüben aufgenommen werden (s. Abbildung), muss eine Düngung früh (bis Reihenschluss) erfolgen, da der Nährstoff in Mangelsituationen nicht von älteren Blättern in jüngere verlagert wird. Spätere Maßnahmen (z.B. mit dem Fungizideinsatz) machen nur dann Sinn, wenn es aufgrund von Trockenheit zu einem starken Neuaustrieb kommt und diese jungen Blätter mit Bor versorgt werden müssen.

Weitere Infos unter:
- LIZ - Krankheiten und Schäden (APP)
- LIZ - Krankheiten und Schäden
- LIZ - Rübenfäulen-mobil
- LIZ - Rübenfäulen erkennen


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