17.03.2016 Überregional

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Ablenkungsfütterung ist der beste Schutz

Mit dem Ablegen der Rübenpillen beginnt für diese die Gefährdung durch Fraß der Waldmaus. Da der kleine Nager im Wald, an Feldrändern mit Hecken und Sträuchern, an Böschungen oder auf Brachflächen lebt, sind insbesondere Rübenschläge in der Nähe von diesen Lebensräumen gefährdet. Bei niedrigen Bodentemperaturen und trockener Witterung steigt die Gefährdung an, da sich Insektenlarven und Regenwürmer in tiefere Bodenschichten zurückziehen und für die Waldmaus als Nahrung nicht mehr erreichbar sind. Die Zuckerrübensaat dient somit als alternative Nahrungsquelle, wobei eine Waldmaus im Durchschnitt 800 Pillen pro Nacht knackt, um an den Rübensamen zu kommen. Zum anderen keimen die Rübenpillen bei der beschriebenen Witterung deutlich später, wodurch die Waldmaus in einem längeren Zeitraum Schäden verursachen kann.

Der effektivste Schutz für die Pillen ist eine Ablenkungsfütterung, die am besten schon einige Zeit vor, spätestens aber am Tag der Rübensaat erfolgen sollte. Als Futter eignen sich ungebeizte, Getreidekörner (v. a. Gerste), die möglichst keimunfähig gemacht werden (1 kg Körner für 2 x 5 Min. bei 700 Watt in der Mikrowelle). Zur Ablenkung wird eine Handvoll Körner alle 30-50 m entlang der Schlagränder platziert. Eine breitwürfige Verteilung innerhalb des Schlages ist besonders dann sinnvoll, wenn schon einmal ein Waldmaus-Schaden auf der Fläche aufgetreten ist.

Die Gefahr für die Rübensamen ist mit dem ersten Regen nach der Saat (ca. 5 mm) bzw. mit der Keimung gebannt. Solange müssen gefährdete Rübenäcker regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls eine Ablenkungsfütterung wiederholt werden.


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