11.03.2016 Appeldorn

Jetzt nichts überstürzen!

Böden sind noch wassergesättigt!

Nach den ergiebigen Niederschlägen der vergangenen Wochen scheint sich aktuell eine trockene Wetterphase einzustellen. Zeit also die anstehenden Feldarbeiten ins Auge zu fassen und sich auch mit den Rübenflächen zu beschäftigen.

Aktuell sind alle Böden noch so wassergesättigt, dass an eine Bearbeitung noch nicht zu denken ist. Trockenen die Flächen nun in der kommenden Woche weiter auf, kann man zumindest über vorbereitende Maßnahmen nachdenken:

Glyphosatbehandlung
Viele Zwischenfrüchte sind in diesem Jahr doch relativ gut abgefroren, dort wo das nicht der Fall ist und noch deutlich grüne Blätter (v.a. Ölrettich) und auch Altverunkrautung zu sehen sind, sollte zur Vorbereitung der Mulchsaat eine Glyphosatbehandlung durchgeführt werden. Wenn erforderlich sollte das Häckseln nach Glyphosatbehandlung durchgeführt werde. Auch hierzu müssen die Böden ohne Spuren befahrbar sein.
Tipps zur Glyphosatbehandlung.

Mineralische Düngung
Lässt der Boden eine Befahrung ohne nennenswerte Spuren zu und ist ein Aussaatfenster in Sicht, kann auch die mineralische Düngung durchgeführt werden. Kalkulieren Sie die N-Menge mit LIZ- Npro, denn die Stickstoffvorräte im Boden sind je nach Bewuchs und Witterung sehr unterschiedlich.

Organische Düngung
Auf vielen Flächen erfolgt die N-Düngung mittlerweile organisch. Dies ist durchaus positiv zu bewerten, denn die Rübe kann den organisch gebundenen Stickstoff gut verwerten. Wichtig ist die richtige Bemessung der Düngemenge. Zur Absicherung des frühen N-Bedarfs sollte immer Platz für eine mineralische Andüngung mit 30-40 kg N/ha gelassen werden. Besondere Sorgfalt ist allerdings auf die Befahrbarkeit der Böden zu legen. Hier muss unter Umständen etwas länger gewartet werden.

Fazit: Welche Maßnahmen möglich sind entscheidet allein der Bodenzustand! Nutzen Sie den Spaten um sich ein Bild vom gesamten Boden zu machen.


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