12.02.2016 Überregional

Wie gut ist die Gärrestdüngung zu Zuckerrüben?

Die wichtigsten Erkenntnisse aus den Versuchen

Viele Versuche zur Gärrestdüngung der Zuckerrübe im Norden und Westen Deutschlands stellen diesem Verfahren ein überwiegend positives Zeugnis aus. Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Die Ertragsleistung der Zuckerrübe ist vergleichbar mit der bei Mineraldüngung.
  • Der Nährstoffbedarf entspricht dem bei der Mineraldüngung unter Berücksichtigung des Ges-N-Gehaltes. Davon sind ca. 70% als verfügbar anzusetzen (ergänzt am 23.2.). Geringe Abweichungen vom Standortoptimum bleiben ohne große Auswirkung auf Ertrag und Qualität.
  • Eine schnelle Einarbeitung der Gärreste ist wegen des hohen NH4-Anteils zur Vermeidung gasförmiger Verluste zwingend erforderlich.
  • Eine Andüngung mit 30 - 40 kg N/ha in mineralischer Form sichert den frühen N-Bedarf der Rübe. Diese Menge ist in der Gesamt-Bilanzierung zu berücksichtigen.
  • Die Rübenqualität ist oft besser als bei vergleichbarer Mineraldüngung. Dies gilt insbesondere für Qualitätssorten.
  • Es lassen sich erhebliche Kosteneinsparungen realisieren. 

Doch es gibt auch einige kritische Punkte bei der Gärrestdüngung: Die Zuverlässigkeit und Homogenität der tatsächlichen Nährstoffgehalte und die bodenschonende Ausbringung in einem kurzen Zeitfenster bei oft nicht optimalen Bodenverhältnissen. 


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