03.02.2016 Überregional

Bodensensor der Zukunft

Nährstoffgehalte zeitnah ermitteln

Bodensensoren werden schon seit geraumer Zeit auf dem Acker eingesetzt, um Bodengüte, Bodenfeuchte, Humusgehalt und
pH-Wert zu bestimmen (s. Abb.). Dabei ermitteln elektrische, optische und elektrochemische Sensoren Daten in Echtzeit, wobei
jeder Datenpunkt mit Koordinaten erfasst wird. Daraus werden detaillierte Bodenkarten erstellt, die eine GPS-gesteuerte
teilflächenspezifische Bewirtschaftung ermöglichen.

Das englische Fachmagazin “Farmers Weekly“ berichtet in der Oktoberausgabe 2015 von einem neuartigen Bodensensor,
der am britischen “John Innes Centre“ (JIC) entwickelt wird. In den Boden eingebracht, ermittelt er in drei verschiedenen
Tiefen den Ammonium- und Nitrat-Stickstoff, aber auch Phosphor, Kalium, Calcium, Natrium und den pH-Wert. Die Vorteile
liegen auf der Hand: kein Ziehen von Bodenproben, kein Probentransport, kein Warten auf Ergebnisse, Messung der 
wesentlichen Nährstoffe und das in unterschiedlichen Tiefen. 

Im Gegensatz zu bisherigen N-Sensoren wird nicht indirekt die Nährstoffsituation in der Pflanze ermittelt,
sondern das verfügbare Nährstoffangebot im Boden bevor es zu einer Mangelsituation in der Pflanze kommt.
Der Sensor soll in 2 bis 3 Jahren der Praxis zur Verfügung stehen.


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