19.11.2015 Überregional

Erste Erfahrungen mit Zwischenfrucht-Mischungen

Saatzeitpunkt und Bodenbearbeitung von Bedeutung

Zwischenfruchtmischungen in Zuckerrüben-Fruchtfolgen enthalten in der Regel einen deutlichen Anteil an Gelbsenf und/oder Ölrettich, was vornehmlich der Bekämpfung von Rübenzysten-Nematoden geschuldet sein dürfte. Häufig komplettieren Ramtillkraut, Rauhafer, Phacelia und auch Alexandrinerklee die Mischungen. Buchweizen sollte als Mischpartner in Zuckerrüben-Fruchtfolgen wegen des frühen Aussamens keine Rolle spielen, ist aber ab und an ebenfalls anzutreffen.

Was sind die Erfahrungen im ersten Jahr ihres Anbaus als Greeningmaßnahme:

  • Bei frühem Saattermin wird die Dominanz, vor allem von Gelbsenf, im Wachstum deutlich. Die Konkurrenzkraft nimmt bei den Zwischenfrüchten offensichtlich in folgender Reihenfolge ab: Gelbsenf > Ölrettich > Ramtillkraut, Phacelia, Rauhafer > Alexandrinerklee. 
  • Je später der Saattermin, umso gleichmäßiger ist die Entwicklung der einzelnen Zwischenfruchtarten. Alexandrinerklee leidet aber auch dann meistens unter der Konkurrenz.
  • Grubbersaaten sind gegenüber Pflugsaaten (höhere Nährstoffmobilisierung) insgesamt beim Aufwuchs etwas zurück. Die fortgeschrittene Entwicklung des Gelbsenfes  (Blüten- und Schotenbildung) ist dann noch auffallender.
  • Ramtillkraut leidet bereits bei geringen Plus-Temperaturen unter seiner Kälteempfindlichkeit.
  • Ölrettich reagiert bei geringem Pflanzenanteil in der Mischung, frühem Saatzeitpunkt und je nach Sorte mit verstärkter Rettichbildung.



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