11.09.2015 Überregional

Keinen Ertragszuwachs verschenken

Rodefolge kritisch überdenken

Macht es Sinn, jetzt kurz vor Kampagnebeginn die geplante Rodefolge nochmal umzuwerfen? Unter Umständen ja, denn grundsätzlich gilt: Wer keinen Ertrag verschenken möchte, rodet den Schlag mit dem geringsten zu erwartenden Zuckerertrags-Zuwachs als erstes. Gerade in diesem Jahr präsentieren sich die Bestände, je nach Saattermin, zum Teil deutlich unterschiedlich.

Wenig Zuwachs ist zu erwarten bei ungünstiger Bodenstruktur, Wachstumsschäden, lückigen Bestände oder krankem Blattapparat. Viel Zuwachs ist zu erwarten bei gleichmäßigen und gesunden Beständen.

Soweit die geplante Mausroute Ihrer Abfuhrorganisation es erlaubt (ihre Schläge also nicht zu weit auseinander liegen und in etwa gleich groß sind), sollten Sie mit einer optimierten Rodefolge den Gesamt-Zuckerertrag des Betriebes und damit die Wirtschaftlichkeit des Rübenanbaus optimieren.

Darüber hinaus gibt es Kriterien, die eine vorrangige Beerntung der Parzelle unbedingt erfordern. Dazu gehört neben faulen Rüben auch eine schlechte Befahrbarkeit und Zuwegung des Ackers bei Herbstniederschlägen.

Bei der Beurteilung Ihrer Schläge hilft unser Schema LIZ-Rodefolge.


Über Ihre Fragen und Anregungen freut sich:
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