21.08.2015 Überregional

Vermehrtes Auftreten von Seitenschossern!

Wie reagieren?

Fast im ganzen LIZ-Beratungsgebiet treten dieses Jahr vermehrt Seitenschosser auf. Bereits 2012 wurde dieses Phänomen auf vielen Flächen beobachtet. Die Ursachen für deren Entstehung sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Vermutet wird, dass ungewöhnliche Stresssituationen der Auslöser sind.
Seitenschosser müssen genauso entfernt werden wie Unkrautrüben oder Kulturschosser. Dabei sollten die Seitentriebe unmittelbar am Rübenkörper abgetrennt werden ohne die Rübe großflächig zu verletzen, um das Fäulnisrisiko gering zu halten. 
Die Seitenschosser-Rüben sollten nicht ausgezogen werden, da sie nur leicht reduzierte Zuckergehalte aufweisen. Bei großköpfigen Rüben kann es allerdings richtiger sein, den gesamten Kopf oder die ganze Rübe zu entfernen, um einen Neuaustrieb weiterer Seitenschosser zu verhindern.
Niederländischen Experten (IRS) zufolge liegen zwischen dem Sichtbarwerden der Schosser und deren Samenreife ungefähr 350 Gradtage. Das bedeutet, dass auch nach dem Entfernen der
Seitenschosser die Bestände je nach Rodezeitpunkt weiterhin
kontrolliert werden müssen, ob sich an den Rüben neue bilden,
um diese dann zeitgerecht zu beseitigen.

Informationen über Unkrautrüben und Kulturschosser und deren Bekämpfungsmöglichkeiten finden Sie in der Broschüre
Rübenschosser - den Anfängen wehren

 

 

 


Über Ihre Fragen und Anregungen freut sich:
zurück