30.07.2015 Überregional

Wie präsentieren sich die Rübenbestände?

Ergebnisse einer Blitzumfrage

Eine aktuelle Befragung der Berater in den einzelnen Regionen des LIZ-Einzugsgebietes ergab, dass sich die meisten Rübenbestände bisher ohne größere Probleme präsentieren. Im Vergleich zum letzten Jahr ist überwiegend eine geringere Blattmasse an den Rüben feststellbar, Zwar ist seit dieser Woche erstmals eine deutlichere Zunahme bei Cercospora zu verzeichnen, allerdings ist an wesentlich weniger Standorten als im Vorjahr inzwischen die Bekämpfungsschwelle von 5 % erreicht (vgl. LIZ-Blattkrankheiten-Monitoring). Ungewöhnlich ist das frühe Auftreten von Fäulnis durch Rhizoctonia solani und das Rübenkopfälchen. Einzelne Nester konnten bereits Ende Juni in einem fortgeschrittenen Befallsstadium beobachtet werden. Die Schwarze Bohnenlaus ist inzwischen abgestorben, hat aber teilweise deutliche Blattschäden hinterlassen. Bormangel, Gammaeulenbefall und weitere Schaderreger stellen bis dato kein Problem dar. Auffällig ist dieses Jahr die vermehrte Bildung von Seitenschossern. Zuletzt wurde dies im Jahr 2012 beobachtet (siehe Meldung vom 31.08.2012: Bildung von Seitenschossern).

Alles in allem lässt der insgesamt geringe Krankheitsdruck hoffen, den mittels der Proberodungen prognostizierten Durchschnittsertrag auch zu erreichen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die kommende Witterung einen entsprechenden Rübenzuwachs ermöglicht und Blattkrankheiten sowie Rübenfäulen nicht begünstigt.

 

 


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