26.06.2015 Appeldorn

Die Bor-Düngung jetzt noch durchführen

Ein Großteil der Rübenschläge haben mittlerweile den Reihenschluss erreicht, der Regen vom letzten Wochenende hat auch in den Rüben für einen spürbaren Wachstumsschub gesorgt.

Dort wo noch nicht geschehen sollte jetzt eine Bor-Düngung durchgeführt werden. In den letzten Jahren kam es aufgrund von Trockenheit, Starkniederschlägen und überdurchschnittlichen Erträgen immer wieder zu Schäden durch Bormangel, weshalb eine Bor-Düngung nicht nur auf bekannten Mangelstandorten Sinn macht.

Insgesamt sollten 400-600 g/ha ausgebracht werden. Auf Mangelstandorten mit einem Bedarf über 500g/ha sollte die Menge auf zwei Gaben aufgeteilt werden: 400g/ha zum Reihenschluss und den Rest z.B. mit der ersten Fungizidmaßnahme. Mit dem Bor können auch andere Mikronährstoffe ausgebracht werden, von Bedeutung für die Rübe ist vor allem auch Mangan.

Blattlaus-Situation:

Die Blattläuse sind nach wie vor aktiv, allerdings gibt es erste Anzeichen, dass die Populationen zusammenbrechen. Außerdem ist der Saugschaden an den großen Rüben mittlerweile geringer einzuschätzen. Bei einem Befall mit großen Kolonien auf mehr als 50% der Pflanzen kann ein Insektizid mitgenommen werden, bevorzugt sollte der Nützlings schonende Wirkstoff Pirimicarb zum Einsatz kommen. Wichtig dabei: Behandlung in den frühen Morgenstunden mit mindestens 300l Wasser pro ha, eher grob- als feintropfig.


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