25.06.2015 Überregional

Probleme bei der Läusebekämpfung

Gründe für schwache Insektizidwirkungen

In der trockenen Phase vor den Niederschlägen berichteten viele Landwirte über eine schwache Wirkung von Insektiziden gegen die schwarze Bohnenlaus. Folgende Ursachen könnten verantwortlich sein: 

  •  zu geringe Wirkstoffmengen
  •  zu geringe Wasseraufwandmengen (mindestens 300 oder besser 400 l/ha)
  •  zu feine Tropfen
  • Spritzung bei Thermik mit der Folge:

    • Verdunstung von Spritztropfen vor Erreichen der Zielfläche
    • Geringe Benetzung der inneren und unteren Pflanzenbereiche (auch Pirimicarb muss unten im Pflanzenbestand angelagert werden, um anschließend durch Verdampfen den gesamten Pflanzenbestand zu  durchdringen)

  •  Wirkstoffverluste und -abbau durch intensive Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen
  •  …

 

Bevor eine weitere Insektizidmaßnahme geplant wird, sollte man sich die Läuse genauer (Lupe) ansehen. Unter den jetzigen Bedingungen (nach Regen und bei zu erwartenden hohen Temperaturen) brechen die Kolonien auch durch Verpilzung und natürliche Feinde (Marienkäfer, Florfliegen, Schwebfliegen …) schnell zusammen. Unbewegliche, verpilzte und abgestorbene Läuse sind ein erstes sicheres Zeichen. Außerdem ist der Saugschaden der Läuse bei großen und wüchsigen Rüben eher gering, weshalb die Bekämpfungsschwelle nach Reihenschluss bei mehr als 50 % der Pflanzen mit starkem Besatz liegt.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit schwarzen Läusen in diesem Jahr? Hier geht`s zur Umfrage.

 

 


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