29.05.2015 Überregional

Tipps zur Bordüngung

Den Bedarf richtig einschätzen

Die Zuckerrübe benötigt in der Hauptwachstumsphase (ab Reihenschluss) viel Bor. Wenn die ersten Mangel-Symptome (verkürzte, dunkle Herzblätter) auftreten ist der Schaden nicht mehr zu beheben. Deshalb ist die Einschätzung der Notwendigkeit einer Bordüngung eine besondere Herausforderung.
Für eine Bordüngung sprechen:

  • Geringer Bodenvorrat (unter 0,5 mg/kg Boden)
  • Trockenheit (geringe Borverfügbarkeit)
  • pH über 7 (Bildung von schwer löslichen Ca-Boraten)
  • Starkes Wachstum der Zuckerrüben (hoher Borbedarf)

Der Reihenschluss ist der optimale Termin für die Bordüngung  mit 400-600 g/ha über Blatt als Kompromiss zwischen frühem Borbedarf einerseits und ausreichend Blattfläche zur Aufnahme andererseits. Bei hohem Borbedarf (über 500 g/ha) sollte die Gesamtmenge gesplittet werden und
die zweite Teilgabe im Abstand von 14 Tagen folgen. Wenn im Einzelfall die Borspritzung mit einer Pflanzenschutzmaßnahme kombiniert werden soll, so muss unbedingt die Mischbarkeit geprüft (LIZ-Mischbarkeitstabelle) und beachtet werden, da Bor den pH-Wert der Spritzbrühe stark anhebt.


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