20.05.2015 Überregional

Versiegelung nicht vergessen

Tipps für die Behandlung

Auch wenn die Unkrautbekämpfung dank der guten Bodenwirkung in diesem Jahr bisher meist sehr gut war, ist bei der Abschlussbehandlung über eine zusätzliche Versiegelung mit Bodenherbiziden zur Vermeidung der Spätverunkrautung mit bestimmten Unkräutern nachzudenken:

Gegen Melde, Gänsefuß, Amarant, Franzosenkraut und Schwarzer Nachtschatten sollte die Metamitronmenge über die gesamte Spritzfolge betrachtet auf 2800 – 3500 g/ha aufgefüllt werden. Davon kann die Chloridazonmenge abgezogen werden. Die höhere Gesamtmenge gilt bei:

  • starkem Unkrautdruck (insbesondere mit Melde-Arten)
  • schwerem bzw. humosem Boden
  • lückigem Bestand
  • aktuell langsamer Rübenentwicklung
  • frühem Einsatz von hohen Metamitronmengen mit anschließend viel Sonne (schneller photochemischer Abbau)

Gegen Hundspetersilie, Bingelkraut, Franzosenkraut, Nachtschatten, Amarant und Hirse sollte in der Spritzfolge entsprechend auf 0,45 bis 0,9 l/ha Spectrum aufgestockt werden.

SpritzschattenUm Spritzschatten zu vermeiden, sollte man auch die Behandlung optimieren und:

  • spätestens im 8-Blattstadium der Zuckerrübe
  • morgens bei aufrechter Blattstellung
  • entgegen bisheriger Fahrtrichtung
  • mit Doppelflachstrahldüsen 

 spritzen.


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