26.03.2015 Überregional

Kontakt mit Luftfeuchtigkeit minimieren

Der richtige Umgang mit Restsaatgut

Aktiviertes Zuckerrüben-Saatgut ist ein stark präpariertes und sensibles biologisches Produkt. Um während der Überlagerung den Erhalt einer hohen Saatgutqualität sicherzustellen darf der Feuchtegehalt des Saatgutes nur ca. 7% betragen. Gleichzeitig ist die Pillenhüllmasse aber so beschaffen, dass sie Feuchtigkeit anzieht. Dies ist für eine schnelle Keimung im Boden von Vorteil, für die Lagerfähigkeit jedoch von Nachteil.

Eine Zunahme des Feuchtigkeitsgehaltes ist der wichtigste Grund für Saatgutschädigung während der Lagerung. Folgende Punkte sollten daher beachtet werden:

  • Restsaatgutmengen minimieren. Eher knapp bestellen und bei Bedarf auf Kommissionssaatgut zurückgreifen. (LIZ Saatgut-Rechner)
  • Saatgut, das wahrscheinlich nicht zur Aussaat kommt (Reserve-Einheit) sofort für die Überlagerung vorbereiten, d.h. in Plastiktüte verpacken und unbedingt trocken bei möglichst konstanten Temperaturen lagern.
  • Anzahl angebrochener Einheiten minimieren indem Sorten-Reste auf dem nächsten Schlag aufgebraucht werden. Saatkästen zum Ende der Aussaat nur noch nach Bedarf befüllen (technische Restmenge minimieren).
  • Restsaatgut unmittelbar nach Saatende aus Sägerät entnehmen und für die Überlagerung verpacken.

Foto: SESVANDERHAVE


Über Ihre Fragen und Anregungen freut sich:
zurück