18.03.2015 Überregional

Macht eine Vorauflaufbehandlung Sinn?

Gründe die dafür sprechen

Es gibt gute Gründe, unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich zur Unkrautbekämpfung im
Nachauflauf eine Bekämpfungsmaßnahme im Vorauflauf durchzuführen:

Grundsätzlich schafft dieses Verfahren ein größeres Zeitfenster für die 1. NA-Behandlung und bietet Vorteile, wenn ein Befahren zur 1. NAK problematisch sein sollte. Auch bei erwartetem, hohen Aufkommen bestimmter Unkräuter wie Kamille (2 l/ha Goltix Gold oder Metafol SC) und Hundspetersilie/ Wilde Möhre (mindestens 1,3 l/ha Rebell Ultra) ist dieses Verfahren hilfreich. Durch eine solche Vorlage werden die auflaufenden Unkräuter bekämpft oder so geschwächt, dass die folgenden NA-Anwendungen besser wirken. Entscheidend für die gute Wirkung der VA-Behandlung ist eine ausreichende Bodenfeuchte.   

Liegt zusätzlich eine Altverunkrautung vor, können die angesprochenen Mittel mit solchen zugelassenen Glyphosat-Produkten kombiniert werden, deren Anwendung bis 5 Tage nach der Saat erlaubt ist.

Zu bedenken ist, dass Chloridazon-haltige Produkte in Wasserschutzgebieten nicht eingesetzt werden sollen bzw. nicht eingesetzt werden dürfen (siehe Bekanntmachung BAnz AT 27.02.2015 B6 im Bundesanzeiger). Ebenfalls nicht zulässig ist deren Anwendung auf den Bodenarten reiner Sand, schwach schluffiger Sand und schwach toniger Sand.

 

 


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