27.02.2015 Überregional

Kaliumdüngung im Frühjahr

Für und Wider

Kalium ist ein äußerst wichtiger Nährstoff für die Rübe, weil es bei Trockenheit den Turgor der Pflanzen länger aufrechterhält und die Zuckereinlagerung fördert. Deshalb wird Kalium auf schweren Böden im Herbst häufig als Fruchtfolgedüngung vor Zuckerrüben ausgebracht. Die Zuckerrübe hat dann ausreichend Kalium zur Verfügung und gibt über das eingearbeitete Rübenblatt den Großteil des Kaliums an die folgenden Früchte weiter.

Dennoch gibt es einige Aspekte die für eine Frühjahrsdüngung sprechen:

  • Keine Auswaschung über Herbst und Winter auf leichten Böden
  • Geringere Kaliumfixierung in Böden mit Kalium fixierenden Tonmineralen
  • Höhere Verfügbarkeit unter kritischen Bedingungen (geringe Bodenvorräte, Trockenheit …)

Dem steht allerdings auch das Risiko einer hohen Salzkonzentration gegenüber, was zu Feldaufgangsproblemen führen kann, insbesondere wenn der Dünger vor der Saat nicht tiefer in den Boden eingemischt wird. In diesem Zusammenhang sind auch der mineralische Stickstoffdünger und die Herbizide zusätzliche Belastungen. Deshalb bei hohen Düngergaben (Kalium und Stickstoff) die Frühjahrsdüngung aufteilen: 30 - 50% vor der Saat und den Rest ab 6 Blattstadium der Zuckerrübe.

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