18.02.2015 Überregional

Frühjahrschlitz auch auf schweren Böden?

Erste positive Versuchserfahrungen

Der auf leichten Standorten bereits vielfach eingesetzte Frühjahrsschlitz (15-25 cm) zu Zuckerrüben war auf lehmigen oder leicht tonigen Standorten bisher nicht möglich, da kein ansprechendes Saatbett im Reihenbereich hergestellt werden konnte.

Deshalb gab es für schwere Böden nur die Alternative, die Schlitze im Herbst zu ziehen und im Frühjahr genau auf diese Schlitze die Zuckerrüben auszusäen. Bei diesem zweiphasigen Herbstschlitz ist allerdings eine GPS-Steuerung (mit RTK) unbedingt notwendig.

Jetzt versucht man auch auf schwereren Böden einphasig im Frühjahr die Schlitzsaat zu realisieren. Hierzu nutzt man in der Tiefe einstellbare Schlitzaggregate, um sich den Bedingungen des Standortes anzupassen. Damit kann in der Tiefe geschlitzt werden, in der auch eine konventionelle Bodenbearbeitung im Frühjahr stattgefunden hätte (5 – 15 cm). So können die vielfältigen positiven Effekte des Schlitzsaatsystems (Sparen von Arbeitsgängen, Erhaltung von Bodenstabilität, Porengefüge und Mulchauflage… ) auch auf mittleren bis leicht tonigen Böden genutzt werden. Versuche 2013 und 2014 in Südniedersachsen zeigen mindestens eine Vergleichbarkeit bei Ertrag und Qualität zu konventionellen Anbausystemen.

zur Umfrage zu diesem Thema

 

Schlitzdrillkombination mit in der Tiefe einstellbaren Zinken und Unterfußdüngung
(M. Schulte, LIZ Schladen)


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