19.12.2014 Euskirchen

88 t/ha – muss mehr Stickstoff gedüngt werden?

Der bisherige Durchschnittsertrag liegt bei 88 t/ha. Dabei stellt sich die Frage, ob die hohen Rübenerträge in diesem Jahr einen höheren Stickstoffbedarf hatten. In der Regel ist der ertragsbegrenzende Faktor hier im Regenschattengebiet das „Wasser“, so dass der Stickstoff erst zu einem späteren Zeitpunkt freigesetzt werden kann. Doch in diesem Jahr war das anders:

Die witterungsbedingt hohen Erträge konnten von einer hohen Mineralisation des gebundenen Stickstoffs profitieren und das lässt sich auch anhand des aktuellen AminoN-Gehalts mit 17,87 mmol/1000 g Rübe erkennen. Das ist der erste Schritt in die richtige Richtung, denn in den letzten Jahren lag dieser bei > 20 mmol/1000 Rübe.

Daraus resultiert, dass ein Mehrbedarf an Stickstoff bei den Zuckerrüben nicht erforderlich  ist. Eher sollte über eine Anpassung der N-Versorgung nachgedacht werden. Denn Ziel ist es den Zuckerertrag zu maximieren und dabei sollten Zuckergehalt (innere Qualität) und Rübenertrag zusammen betrachtet werden. Je höher beide ausfallen, umso höher bemisst sich Ihr Nettoerlös.


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