28.11.2014 Überregional

Glukose - Untersuchung im Test

Ein neues Frühwarnsystem?

Der Zuckergehalt sowie der Kalium-, Natrium- und Stickstoffgehalt sind die klassischen Qualitätsparameter, die standardmäßig bestimmt werden. Einen möglichen weiteren Parameter stellt der Glukosegehalt dar. Dieser wird neuerdings zu Versuchszwecken zusätzlich ermittelt.

Der Zucker in der Rübe (Saccharose) ist ein Doppel-Molekül (Disaccharid) und besteht je zur Hälfte aus den Einfach-Zuckern Glukose und Fruktose. Bei verstärkter Mikroorganismentätigkeit z. B. bei Fäulnisbildung oder bei Langzeitlagerung über 270 °C Temperatursumme (s. Meldung 270 °C in der Langzeitlagerung nicht überschreiten) nimmt der Glukosegehalt in der Rübe schnell und deutlich zu, weil die Mikroorganismen den Zucker spalten, um den eigenen Energiebedarf zu decken.

Diesen an sich unerwünschten Effekt kann man eventuell nutzen, um eine Art Frühwarnsystem aufzubauen. Bei ansteigenden Glukosegehalten hat man so ein erstes Indiz für eine schlechter werdende Rübenqualität, die zu Verarbeitungsproblemen führen kann. Unter Umständen lassen sich noch Maßnahmen ergreifen, um den Schaden zu begrenzen. Über die weiteren Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Glukosebestimmung werden wir berichten.


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