25.08.2014 Überregional

Rhizoctonia und Co. diesmal erstaunlich früh

Faule Rüben frühzeitig roden

Aktuell machen sich in den Zuckerrübenbeständen bereits Fäulen bemerkbar. Bei der Späten Rübenfäule (Rhizoctonia solani) sind dieses, von leichten Böden in Schleswig-Holstein abgesehen, Standorte im Lagenser Einzugsgebiet und vor allem im Rheinland. Hier ist bereits stellenweise massiver Befall erkennbar. Neben den standorttypischen fördernden Faktoren sind sicherlich die hohen Niederschlagsmengen Ursache dieser Entwicklung.

Auch das Rübenkopfälchen (Ditylenchus dipsaci) treibt in Form der Rübenkopffäule sein Unwesen, und das nicht nur auf bekannten Befallsstandorten. Wahrscheinlich wurde das Schadauftreten gefördert durch den diesjährigen frühen Saattermin. Ebenfalls zu erwähnen ist die Herz- und Trockenfäule, die hie und da auf leichteren Standorten zu sehen ist. Das frühzeitige Auftreten der Fäulen deckt sich mit den bisherigen Angaben zum erwarteten Fäulnisauftreten bei der aktuell laufenden LIZ-Umfrage. 

Nutzen Sie auch die anstehende 2. Blattkrankheitsbehandlung, die Rübenbestände von der Fahrerkabine aus auf nesterweise welkendes Blatt in Augenschein zu nehmen. Falls Sie die Entwicklung als bedenklich einschätzen, sollten Sie den Berater Ihrer Zuckerfabrik davon in Kenntnis setzen, damit dieses vielleicht beim Rübenliefertermin berücksichtigt werden kann.      

 

LIZ – Rübenfäulen unterscheiden

 

 


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