18.07.2014 Appeldorn

Ölrettich als Zwischenfrucht vor Zuckerrüben ist unersetzlich wenn:

Kartoffeln, Kohl oder Raps in der Fruchtfolge stehen. Multiresistente Sorten (z. B. Defender) reduzieren Kohlhernie (Raps u. Kohl), die Vermehrung von Meloidogyne und das Befallsrisiko von Trichodorus (Kartoffeln) Sortenübersicht. Auch bezüglich Wurzelbildung, Bodenlockerung, N–Konservierung und Bodenbedeckung liegt der Ölrettich vorne.

Nicht vergessen: Auch NT–Sorten leiden unter Nematoden. Also bedarf es auch mit ihnen einer zusätzlichen biologischen Nematodenbekämpfung durch den Anbau nematodenresistenter Zwischenfüchte, um bei intensivem Zuckerrübenanbau Spitzenerträge zu erzielen.

Der Umfang der Nematodenreduktion ist abhängig von der verbleibenden Vegetationszeit und der Durchwurzelung. Eine frühe Saat der Zwischenfrucht, eine intensive tiefe Lockerung, ein geeignetes Saatbett  und die Einhaltung der empfohlenen Saatstärke gewährleisten diese Vorraussetzungen.

Im Frühjahr 2014 wurde die Sorge, den überwinterten Ölrettich in Rüben nicht bekämpfen zu können, ausgeräumt. Nach dem frostfreien Ausnahmewinter konnte mit einer Glyphosatbehandlung und mehreren Debutbeigaben in den NA–Behandlungen das Problem gelöst werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

      An der falschen Stelle gespart. Geringe Saatstärke und grobes Saatbett
      sind die Ursache für lückige Zwischenfruchtbestände.


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